Петя Русева

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02.10.2015 / ANTIGONE – DAS BEGRÄBNIS VON THEBEN / Premiere / Staatstheater Oldenburg

Seamus Heaney nach Sophokles
Deutsch von Arne Muus und Gerd Heinz
Ab 13 Jahren

„Die Inszenierung trifft den Nerv der jungen Zuschauer. Sie sind von der energiegeladenen Umsetzung des Sophokles-Stoffes mit Schauspiel, Tanz und Musik begeistert. (…) Spielerisch entwickelt sich die Tragödie auf der Bühne mit großer Dramatik. Von der ersten Minute nistet sich das Drama auch akustisch tief ein” (Nordwest Zeitung)

Ein furchtbarer Bürgerkrieg, der bis vor kurzem in Theben wütete, ist beendet. Die verfeindeten Brüder, Eteokles und Polyneikos, haben sich gegenseitig umgebracht: Der eine ist als Held der Stadt gefallen, der andere als Feind und Terrorist schmählich verreckt. So die Situation, die als „Wahrheit“ von der Staatsgewalt verkündet wird. Die weitere Vorgehensweise erscheint dadurch „alternativlos“. Die Leiche des Terroristen Polyneikos soll den Vögeln zum Fraß vorgeworfen werden, wie es das Gesetz will. Im pragmatischen Ton des Politikers, dem alles fremd bleibt, was über die diesseitige Ordnung der Dinge hinausgeht, verkündet der neue Herrscher Kreon: Jetzt ist „Zusammenhalt nötig“, denn „die Sicherheit unsres Staates hängt davon ab“. Gegen diese Vorgehensweise wehrt sich Antigone. Sie stellt die Liebe zu ihrem Bruder über das herrschende Recht und bestattet diesen trotz des Verbotes. Antigone handelt nach ihrem subjektiven, Kreon nach seinem politischen Gewissen für das Wohl der Gemeinschaft. Zwei verständliche Ziele, doch wie lassen sie sich vereinbaren?
Sophokles schrieb seine ,Antigone‘ im Jahre 442 v. Chr. und bis in die heutige Zeit beleuchtet das Stück unlösbare und zeitlose Konflikte menschlichen Zusammenlebens. Es stehen sich gegenüber: Mann und Frau, Alt und Jung, Gesellschaft und Individuum, Lebende und Tote, Götter und Sterbliche. Die Hitzköpfigkeit der Protagonistin und die Unfähigkeit sich selbst zu erkennen, führen unweigerlich in die Tragödie.
In der Inszenierung von Sara Ostertag wirken nicht nur Schauspieler und Musiker des Oldenburgisches Staatstheaters mit, sondern auch junge Menschen aus Oldenburg. Der holländische Komponist Jesse Broekman fühlt sich in vielen Musikstilen zu Hause, komponiert ebenso zeitgenössische wie elektronische Musik oder Pop.

BESETZUNG
Regie: Sara Ostertag
Bühne und Kostüme: Birgit Kellner
Musik: Jesse Broekman
Dramaturgie: Matthias Grön
Theaterpädagogik: Sandra Rasch
Antigone: Magdalena Höfner
Ismene, Thiresias: Diana Ebert
Kreon: Thomas Lichtenstein
Wache, Haimon: Rajko Geith
Chor: Cilia Darsow, Ronja Denkena, Paris Deuter, Lukas Ganem, Max Johannsen, Ricarda Lake, David Müllenmeister, Andreas Oldenburger
Bratsche: Petia Rousseva
Schlagwerk: Henning Ahlrichs

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